GASTBEITRAG CHRISTOPH HOMMEL, KÖLN
Trotz 15% AG-Zuschuss – Betriebliche Altersvorsorge (bAV) rechnet sich nicht!

Mit Start 2019 traten die Änderungen des Betriebsrentenstärkungsgesetzes bezüglich des Pflichtzuschusses in Kraft. Hier eine kurze persönliche Einschätzung von Christoph Hommel zu dem Gesetz mit dem langen Namen.

Ab Januar 2019 muss der Arbeitgeber den neu geschlossenen bAV-Vertrag seines Arbeitnehmers mit bis zu 15% bezuschussen. Bestehende Verträge müssen ab Januar 2022 ebenfalls mit bis zu 15% vom Arbeitgeber bezuschusst werden.

In meinem Beratungsalltag als Altersvorsorgeberater bei der Verbraucherzentrale NRW stelle ich regelmäßig fest, dass viele Verbraucher davon ausgehen, dass sich ein bAV-Vertrag wirtschaftlich lohnt, da er ja entsprechend gefördert wird.

 

Das ist allerdings in den allermeisten Fällen ein Trugschluss.

Das viele Sparer die bAV für eine attraktive Altersvorsorge halten, erklärt sich dadurch, dass meistens nur die Einzahlphase erläutert wird, in der tatsächlich Steuern und Sozialabgaben gespart werden und neuerdings die o.g. Bezuschussung durch den Arbeitgeber verpflichtend sein kann.

Worüber man nicht so häufig informiert wird, ist die Auszahlphase. Diese genauer zu betrachten ist allerdings mindestens genauso wichtig!

Neben den dann zu zahlenden Steuern (die insbesondere bei einer Einmalauszahlung der bAV teilweise höher ausfallen, als zuvor in der Einzahlphase gespart) müssen nachträglich Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge auf die bAV abgeführt werden.

Da man in der Rentenphase keinen Arbeitgeber mehr hat, muss nicht nur der Arbeitnehmerbeitrag, sondern auch der Arbeitgeberbeitrag bezahlt werden. Eine Ausnahme stellen hier nur privat Krankenversicherte und sozialversicherungsfreie „Kleinbetragsrenten“ dar.

Zudem fällt aufgrund der Entgeltumwandlung auch die gesetzliche Rente geringer aus, da durch die gesparten Sozialabgaben weniger in die gesetzliche Rente eingezahlt wurde.

 

Ein typisches Beispiel

In Zahlen bedeutet das, dass eine 35-Jährige, die 32 Jahre 100 Euro (inkl. 15% Arbeitgeber- Zuschuss) in einen bAV-Vertrag einzahlt, mit 67 Jahren monatlich ca. 18 Euro weniger Nettorente bekommt.

Hinzu kommen Abschluss- und Verwaltungskosten, die je nach Vertrag variieren können, aber i.d.R. zu signifikanten Renditeeinbußen führen.

 

Stichwort Langlebigkeitsrisiko

Befürworter der bAV und sonstiger privater Altersvorsorgeprodukte argumentieren häufig, dass die Produkte zur privaten Altersvorsorge das Langlebigkeitsrisiko absichern. Dieses Argument ist sicherlich nicht falsch.

Allerdings sollte dabei stets hinterfragt werden, wie alt man werden muss, dass sich die bAV rechnet. Nicht selten liegt dieses „Break-Even-Alter“ bei 90+, so dass man sich zumindest die Frage stellen muss, ob eine Besparung einer Alternativanlage nicht zielführender für die private Altersvorsorge ist.

 

bAV-Rechentool:
Vorteile in der Einzahlphase und die Nachteile in der Auszahlphase

Um die Vorteile in der Einzahlphase und die Nachteile in der Auszahlphase einer bAV ökonomisch bewerten zu können, habe ich gemeinsam mit einem Freund ein Rechentool entwickelt.

Die Ergebnisse sind erschreckend und zeigen deutlich, dass sich eine bAV nur in ganz wenigen Fällen tatsächlich lohnt.

Um jedem die Möglichkeit zu geben, die Sinnhaftigkeit seiner bAV zu überprüfen, bieten wir auf der Seite https://www.altersvorsorgevergleich.org/betriebliche-altersvorsorge-bav/ eine individuelle und kostenfreie Analyse für diverse bAV-Formen an.

In diesem Sinne empfehle ich jedem, sich sehr intensiv mit dem Thema Altersvorsorge auseinanderzusetzen. Es ist zu wichtig, um sich diesbezüglich auf andere zu verlassen – die an den abgeschlossenen Produkten profitieren,

 

Übrigens:

Sollten Sie bereits einen bAV-Vertrag haben, erhalten Sie gegebenenfalls den Pflichtzuschuss ab 2022. Prüfen Sie dann, ob es eventuell Sinn macht, den Bruttobeitrag gleich zu lassen und den Eigenanteil zu reduzieren, da der Zuschuss aufgrund des niedrigen Zinsniveaus möglicherweise mit zu schlechteren Konditionen „verzinst“ wird.

Mit besten Grüßen,
Christoph Hommel

 

Liebe LeserInnen, in das o.g. Rechentool sind umfänglich Daten einzugeben. Die Betreiber des Rechentools haben mir versichert, kein Geld mit dem Tool und den erhobenen Daten zu generieren. Aber bitte entscheiden Sie selbst, ob und wie Sie Ihre Daten ein- und weitergeben. 

Herzliche Grüße
Hartmut Walz
Sei kein LeO!

 

Erschienen am 15. März 2019.

Der Hartmut Walz Finanzblog ist unabhängig, kosten- und werbefrei. Ich erhalte für Links und Empfehlungen keinerlei Honorar, Kick-back, Beteiligung o. ä.



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13 Kommentare zu “Trotz 15% Arbeitgeberzuschuss – Betriebliche Altersvorsorge (bAV) rechnet sich nicht!

  1. AlexJ

    Nicht zu vergessen ist auch die gute alte Inflation in der Ein- UND der Auszahlphase. Sowie weitere Schmälerungen von Sozialleistungen. Ich habe dazu hier mal einen längeren Text geschrieben (angeregt durch Ihr Finanzbuch, Herr Walz, das ebenfalls auf dem Blog BuzzNews rezensiert wird) [Link vom Blogbetreiber entfernt]

    Antworten
  2. PT

    Sehr geehrter Herr Hommel,
    vielen Dank für Ihren Beitrag und für den Link zur Analyse, den Sie uns kostenlos zur Verfügung stellen! Das ist Verbraucherschutz vom Feinsten!!!

    Sehr geehrter Herr Hopmeier,
    Ihnen danke ich für die knallhart augenöffnenden Kommentare!
    Kurz aus der Praxis: Ich arbeite in einem Betrieb mit ca 900 Mitarbeitern und ich möchte nicht wissen, wieviele von uns die angebotene bAV abgeschlossen haben.
    Den Link bezüglich Betrübliche Altersvorsorge von Herrn Prof. Walz vom November habe ich vielfach an meine KollegInnen sowie Betriebsrat weitergeleitet. Alle waren entsetzt, weil niemandem die Kosten in der Auszahlungsphase bewußt waren!
    Manche konfrontierten den Finanzproduktberater mit der Berechnung von “Petra”, doch dieser sagte, die Berechnung sei falsch: Der Verlust der gesetzlichen Rente könne man vergessen, er betrüge nur 1-2 €. Auch die Versteuerung in der Auszahlungsphase wäre zu hoch angesetzt. Er läge bei maximal 17-20 %. Und sie glauben dem ach so netten Herrn mehr als euch Verbraucherschützern und zahlen fleißig weiter ein! Ich bin am Verzweifeln.

    Ganz ehrlich: Ich verstehe das Produkt nicht, der Betriebsrat versteht es nicht. Und ich befürchte, unser AG versteht es auch nicht!

    Auf unserer Intranetseite liegen diverse Dokumente zur bAV ab, aber nicht das Produktinformationsblatt! Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…
    Danke für den Tipp! Ich habe es heute angefordert.

    Herzlichst
    PT

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  3. AH

    Hallo Herr Walz,
    vielen Dank für diesen nützlichen Artikel.

    Ich stehe momentan auch vor der Entscheidung eine bAV abzuschließen – meine Firma fördert dies mit 33,33% AG Zuschuss von der selbst geleisteten Einsparsumme. Ergibt sich hieraus ein Vorteil, da im Artikel von der gesetzlich bestimmten 15% Regel gesprochen wird.

    Antworten
    1. Walz Artikelautor

      Liebe/r AH, eine Förderung durch Ihren AG in Höhe von 33,33% ist höher als der durchschnittliche AG bezuschusst (habe ich jedenfalls noch nicht oft gehört). Trotzdem muss man das natürlich am konkreten Vertrag bewerten. Was ich mit den Daten nicht kann – und auch nicht möchte. Aber hier gibt es ja unabhängige Profis, die das können… 😉
      Ein anderer Gedanke ist, ob Sie statt über bAV mit Ihrem Arbeitgeber nicht besser über steuer- und sozialabgabenfreie Extras reden (geldwerte Vorteile, wie betriebliche Gesundheitsmaßnahmen, Kindergartenzuschuss, Zuschuss für den Arbeitsweg durch Tankgutscheine, Jobticket oder Beteiligung an ÖPNV-Fahrscheinen oder Parkplatz, Essensgutscheine, Weiterbildung u.a.)
      Herzliche Grüße, Hartmut Walz – Sei kein LeO!

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    2. Steffen Grebe

      Kommentar zu AH:
      Bei der bAV handelt es sich um ein sehr komplexes Gesamtkonstrukt. Jetzt werden mit bAV häufig verschiedene Themen zusammengeworfen. Im Beitrag von Prof. Walz wird die Produktlösung “Direktversicherung” zentral durchgesprochen – diese birgt viele Nachteile, einige dieser Nachteile sind leider den Arbeitgebern nicht bekannt – diese vertrauen auf den jeweiligen Versicherer. Aber Achtung: In letzter Konsequenz haftet der Arbeitgeber für diese Art der bAV. Bereits heute, aber noch mehr in Zukunft werden die jeweiligen Modelle auch den Wert eines Unternehmens immer mehr beeinflussen. Dazu möchte ich jetzt nicht näher eingehen. Eines allerdings vorweg; ich persönlich kann es nicht nachvollziehen, dass Unternehmen die Gelder aus der bAV nicht in der Firma selbst halten.

      Anhand Ihrer Fragestellung ermutige ich Sie bei Ihrem Arbeitgeber die Art des Produktes zu erfragen; handelt es sich um eine Direktversicherung, eine Untestützungskasse (pauschaldotiert oder rückversichert), eine Pensionskasse, Pensionsfonds oder auch eine Pensionszusage? Sollte die Antwort auf Direktversicherung fallen, dann passen die produktspezifischen Argumente der Beiträge von Prof. Walz. Für eine gute Finanzentscheidung drücke ich Ihnen die Daumen. Herzliche Grüße Steffen Grebe

      Antworten
  4. FK

    Sehr geehrter Herr Professor,
    als regelmäßiger Leser Ihres Finanzblogs und Eigentümer einer mittelständischen Unternehmung möchte ich wie folgt ergänzen.

    Wir Arbeitgeber sind oft in einem Dilemma, denn auch wenn wir selbst nicht überzeugt davon sind, dass die bAV den Mitarbeitern hilft, so werden wir oftmals regelrecht unter Druck gesetzt, eine Entgeltumwandung durchzuführen.
    Mehrfach hatte ich den Fall, dass ich jemanden für unser tolles Team gewinnen wollte und als “Nebenbedingung” einen bestehenden bAV-Vertrag übernehmen sollte.
    Ich hoffe, dass der von Ihnen angekündigte Beitrag nächste Woche auch solche Aspekte berücksichtigt.
    Die Arbeitgeber sind nämlich in Wahrheit nicht die “Bösen”, sie müssen aufpassen, dass sie nicht die “Dummen” werden.

    Ihren Blog und auch den aktuellen Gastbeitrag finde ich trotzdem gut – zeigen Sie weiter auf, wenn der Kaiser “nackt” ist.
    Beste Grüße FK

    Antworten
    1. Walz Artikelautor

      Liebe/r FK, genau dieses Dilemma thematisiert Frau Dannenberg im kommenden Gastbeitrag.
      Es ist doch schlimm, dass sowohl AN als auch AG denken, sie tun dem AN etwas Gutes – letztlich ist es aber hochkomplexer Schrott… Und gut gedacht, ist eben nicht gut gemacht.
      Herzliche Grüße, Hartmut Walz – Sei kein LeO!

      Antworten
  5. HK

    Um Gottes Willen, wer kann denn unter diesen Umständen überhaupt noch mit gutem Gewissen zur bAV raten??? Es kann doch nicht sein, dass “die Oberen” derartigen Stuss fabrizieren und beschließen.
    Bin völlig entsetzt! HK

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  6. Gabriel Hopmeier

    Die im Artikel erwähnte Liste der Probleme mit der betrieblichen ALtersvorsorge (bAV)
    ist umfangreich, aber nicht abschließend.

    1.) Speziefiziert werden sollte, dass der Artikel nur die bAV-Variante “Entgeldumwandlung” bzw.
    “DIrektversicherung” betrifft und andere Varianten (z.B. Unterstützungskasse, Pensionszusage),
    unter anderen Annahmen gerechnet werden müssen. Das macht diese Varianten nicht besser.
    Ferner betrifft der Artikel nicht Entgeltumwandlungen bei denen der Arbeitgeber 100% der Beiträge
    übernimmt (oder zumindest 50%).

    2.) Wenn jemand 90+ Jahre alt werden muss, um nur seine einbezahlten Beiträge wieder zu erwirtschaften,
    heißt dass, dass die Rendite des Vertrages (also das, was aus dem Vertrag mehr herauskommt als
    einbezahlt wurde) bis zum 90+ Lebensjahr gleich Null ist. Die Arbeitnehmer kommen aber an Ihr Geld
    nicht vor dem 60 bzw. 62. Lebensjahr heran (und dann auch nur unter den beschriebenen renditeschädlichen
    Konsequenzen einer Einmalentnahme oder Rentenzahlung). Viele Arbeitnehmer verschulden sich aber
    während ihrer Berufsdauer, zum Beispiel um Immobilien zur Eigennutzung zu erwerben. Während sie also
    2+% pro Jahr Darlehsschuldzinssätze bedienen, sparen sie gleichzeitig für negative Guthabenzinssätze in die
    betriebliche Altersvorosrge ein. Jeder der nur ein bischen Ahnung vom achten Weltwunder hat (dem Zinseszinseffekt),
    versteht, was das für eine katastrophale Wirkung auf die Höhe bezahlten Darlehenszinsausgaben hat, die in der
    Beraterpraxis auch bei kleinen Beiträgen schnell in die 10.000de Euro gehen! Hier wird der betrieblich Altervorsorgende
    von der Bundesregierung gleich doppelt bestraft. Aber die Bankwirtschaft freut es, wenn Sie sich bei ihr
    über lange Jahre verschulden müssen, anstatt schneller tilgen zu können. So stellt sich die große Koalition “Altersvorsorge”
    vor: als Altersvorsorge der Arbeiter und Angestellten für die Bank- und Versicherungsvorstände.

    3.) Obwohl der Arbeitnehmer im Rahmen der Entgeltumwandllung die Beiträge bezahlt, ist der Versicherungs-
    nehmer der Arbeitgeber. Der betriebliche ALtersvorsorgevertrag gehört bis zur Auszahlung dem Arbeitgeber.
    Trotzdem muss der Arbeitnehmer im Rahmen der Entgeldumwandlung für die gesamten Abschluss- und
    Vertriebskosten aufkommen. Aus weit über 3.300 Beratungsgesprächen habe ich niemanden kennen gelernt,
    der die Kosten seines bAV Vertrages kannte. In der Regel kennen auch die Arbeitgeber die Kosten nicht, da
    sie diese ja nicht tragen müssen. Wenn der Leser dieser Zeilen einen Vertrag zur Entgeltumwandlung besitzt
    oder abschließen möchte, empfehle ich, sich ein Produktinformationsblatt beim Arbeitgeber zu besorgen,
    in dem die Kosten des Vertrages aufgelistet sind. Sie werden überrascht sein, wie viele Wochen Sie für die
    Altersvorsorge des Versicherugnsvertreters hart arbeiten müssen. Und dann: gehen Sie damit zum Betriebs-
    rat (der in der bAV als Gewerkschafter gerne mit dem Arbeitgeber unter einer Decke steckt) und bitten diesen,
    diese Kosten vom Arbeitgeber zurückzufordern. Sie wurden ja nie darüber informiert, oder? Alle Arbeit-
    geber wären besser bedient, Sie würden die Abschluss- und Vertriebskosten in eine qualifizierte Honorarberatung
    ihrer Arbeitnehmer stecken, in welcher alle diese Themen angesprochen werden, in welcher die bAV
    in die individuellen Bedürfnisse der Arbeitnehmer eingepflegt werden und die Arbeitnehmerschaft evtl. auch mit
    möglichst kostengünstigen Verträgen bedient wird. Aber: so stellt sich die große Koalition “Altersvorsorge” nicht vor:
    die Arbeitnehmer sollen auch bei den Kosten voll abgezockt werden. Mich überrascht immer wieder, dass immernoch
    15% der Bevölkerung der SPD und den Gewerkschaften dafür immernoch die Treue hält.

    4.) Niemand sollte in die betriebliche ALtersvorsorge einbezahlen, ohne sich vorher über die gesetzlichen Rahmenbedingungen
    klar geworden zu sein. Diese sind hier einfach nachlesbar:
    https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_4/
    Wow, das ist aber kompliziert? Dann sollten Sie sich vorab auf eigene Kosten von einem Rechtsanwalt und Steuerberater
    dazu beraten lassen, weil nur diese Einsicht in die riesigen Bibliotheken mit Gerichtsurteilen zur bAV haben, welche aus
    diesem komplexen System dadurch entstanden sind, dass Arbeitnehmer erst im Nachhinein herausfanden, wo die
    Probleme lagen. Alternative: lassen Sie die bAV lieber sein bzw. schmeißen Sie gutes Geld dem schlechten Geld nicht
    weiter hinterher.

    5.) Damit nicht genug, kam Frau Nahles auch noch auf die aus Ihrer Sicht geniale Idee, einen weiteren Durchführungsweg
    zu eröffnen. Die “neue Welt” der bAV, die jetzt zusätzlich zur “alten Welt” im Rahmen eines “Betriebsrentenversichererstärkungs-
    gesetzes” eingeführt wurde. In der “neuen Welt” von Frau Nahles kommen Sie gar nicht mehr an Ihr ALtersvorsorgevermögen
    ran, womit auch die bAV nur noch zur Zocke auf eine extrem lange Lebenserwartung wird. Aber nicht nur das: es gibt auch keine
    Garantien mehr. Es kann am Ende auch weniger herauskommen, als Sie nach Jahrzeehnten einbezahlt haben – was aufgrund
    der hohen Vertragskosten nicht ganz unwahrscheinlich ist. Und natürlich: die Kosten bleiben wieterhin beim Arbeitnehmer
    kleben, ohne dass dieser weiß, wie hoch sie sind. Und ganz klar: Sie müssen aus dieser bAV “herausoptieren”. Wenn Sie
    nicht aktiv “herausoptieren”, dann bilden Sie auf jeden Fall schon mal Altersvorsorge für die Versicherungswirtschaft.
    Wenn Sie sehen wollen wie eine Bewerbung für eine Aufsichtsratsposition nach der politischen Karriere aussieht, hier der Link:
    https://www.gesetze-im-internet.de/betravg/

    Auch meine Kritik-Liste ist leider nicht abschließend. Es gilt definitiv: sei kein LEO! Wenn etwas von der Bundesregierung
    (der letzten, dieser und der nächsten) gefördert wird, müssen bei Ihnen zuerst alle Alarmanlagen losgehen und
    Sie sollten sich fragen: wo zocken die mich gerade zugunsten von Big Buisness ab???! Wenn Sie den Haken nicht
    selbst finden: es lohnt sich im Zweifelsfall immer Geld in die Hand zu nehmen und sich qualifiziert im Einkauf
    von einem Honorarberater beraten zu lassen:
    https://schliesslich-ist-es-ihr-geld.de/vorsicht-falle-angebot-vs-nachfrage-nicht-honorar-vs-provision/

    Mit freundlichen Grüßen aus Freiburg,
    Gabriel Hopmeier

    Antworten
    1. Walz Artikelautor

      Lieber Herr Hopmeier, herzlichen Dank für Ihren umfangreichen Kommentar, den ich den bAV-Interessierten trotz der Länge dringend zur Lektüre empfehle, weil er wichtige zusätzliche Aspekte enthält.
      Ich würde Ihnen ja so gerne widersprechen, wenn Sie nicht leider absolut Recht hätten…
      Herzlich Grüße und nochmals vielen Dank – im Namen unzähliger BlogleserInnen und auch in Hinblick auf unser gesamtwirtschaftliches Interesse, Hartmut Walz – Sei kein LeO!

      Hartmut Walz

      Antworten
    2. PT

      Sehr geehrter Herr Hopmeier,
      ich hatte Ihren Tipp befolgt und nach dem PIB unserer bAV gefragt.
      Als Antwort bekam ich, dass gemäß der Angaben des Bundesfinanzministeriums ein Produktinformationsblatt für Verträge der betrieblichen Altersvorsorge nicht verpflichtend sei.
      Das macht mich sprachlos.
      Wie kann das sein?
      Freundliche Grüße
      PT

      Antworten

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